Trügerische Freude

Am Tag danach scheint alles klar. Der Schulz-Effekt ist Geschichte, der weitestgehend mediengetriebene Hype verglüht mit äquivalenter Geschwindigkeit seines kometenhaften Anfangs. “Erst Saarbrücken, dann das Kanzleramt” schreibt Zeit Online, faz.net freut sich über den “Merkel-Effekt”.

12 Years a Slave

Betrachtet man die Geschehnisse jedoch jenseits jedweder überhöhten Erwartung, so hat die SPD innerhalb zweier Monate etwa 5 Prozent wettgemacht, letzte Umfragen sprachen der Partei 2 Prozentpunkte mehr, 32, zu. Ohne Schulz stünde die CDU gegebenenfalls mit absoluter Mehrheit da. Lediglich um die zwei Prozent weniger als erhofft, eine Abweichung, die sich hinreichend mit dem wenig bedachten Amtsinhaber-Bonus erklären lässt – ein Faktor, der von zahlreichen Medien sträflich ignoriert wurde. Unverständlich, war er doch bereits in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg der entscheidende Faktor für mehr oder minder Personenwahlen fernab jedweder tiefgründigen inhaltlichen Debatte. Diesen elementaren Vorteil einer solide regierenden Amtsinhaberin zu ignorieren, ist größtenteils der journalistischen Nachlässigkeit zuzuschreiben, welche seit Ankündigung Schulz‘ Kandidatur grassiert. Offenbar entluden sich 12 Jahre Berichterstattung über eine Kanzlerin Merkel, die euphemistisch ausgedrückt durch eine in jeder Hinsicht relative Politik glänzt, derart massiv, dass die Überhöhung des Kandidaten Martin Schulz nur durch unkontrollierte Endorphin-Ausschüttungen erklärbar scheint. Gleichwohl auf einem berechtigten Fundament basierend, einer tatsächlichen Alternative für Deutschland durch Martin Schulz und eben nicht durch braune Wutbürger, so ließen die Märchengeschichten aus Würselen und unreflektierten Übernahmen von Begrifflichkeiten wie „Gottkanzler“ jegliche Distanz vermissen. Das stärker der Berichterstattung denn biederen Jusos zuzuschreibende Martin-Schulz-Wunderland erklärt zugleich, wieso nun alles verloren scheint – die gegenwärtig postulierte Fallhöhe ist reines Resultat einer überdrehten Medienkonstruktion.

Donald und das Saarland

Jenes Konstrukt steht mittelbar auch in einem Zusammenhang zu der hysterischen Weise, mit Donald Trump und anderen Fantasten umzugehen. Täglich eine neue silikongeladene Tochter mit Zugang zu Staatsgeheimnissen, der nächste Golfausflug des Donald, eine weitere Zusammenkunft weißer, alter Chauvinisten hinsichtlich eines Gesetzesvorschlags. Während niemand die Aufmerksamkeitsökonomie derart gemeistert hat wie Donald Trump und dies auch für Teile der AfD zutrifft, unabhängig ihrer verfassungsfeindlichen Programmatik, so schwärmen demokratisch geneigte Sender wie CNN von den Quoten des Wahljahres 2016. Ungeachtet seiner offensichtlichen Sympathien für die Clinton-Dynastie profitierte der Sender massiv von der Mobilisierung eines Donald Trump, dem auf diesem Weise milliardenschwere, kostenlose Werbung zuteilwurde. Die seit dem US-Wahlkampf herrschende Aufladung jeder Nebensächlichkeit, die mangelhafte Priorisierung gehaltvoller Meldungen hat selbstredend auch deutsche Redaktionen beeinflusst. Auch sie sind teils dem Glauben verfallen, nur in der Spannweite der Extreme und Skandale bestehen zu können. Hier eine medienwirksame Ausladung eines Pressevertreters zu AfD-Veranstaltungen, dort der Hertha-Fußballer, welcher unbeabsichtigt für ein Foto mit einem Berliner Vertreter derselben Partei hinhält – inwieweit dies von gesamtpolitischer Relevanz ist, bleibt ungeachtet, zumal überdurchschnittliche Werbeerlöse mit derlei Meldungen erzielt werden.

In diese hysterische Zeit Trumps Amtsantritt fiel die Nominierung Schulz‘, der folglich nur der Erlöser der Sozialdemokratie sein konnte, nur souveräner Sieger jeder Schlacht, die es zu bestreiten galt. Dementsprechend bleiben die 5% Prozent Zugewinne seit Januar im Saarland irrelevant, das Skript duldet keine Abweichung strikten Schwarz-Weiß-Denkens, Schulz ist gefallen. Eine nüchterne Analyse eines abgeschwächten Einflusses Schulz‘ auf das Wahlergebnis ohne die medial nahezu eingeforderten Heilsergebnisse darf nicht existieren, wenngleich in Schleswig-Holstein und NRW SPD-Amtsinhaber aller Voraussicht nach eine Bestätigung erfahren werden. Dieser aufgedrehten Stimmung ist gleichermaßen die absurde Aufladung des Saarlands anzulasten, welches plötzlich Nordrhein-Westfalens Rolle als Wegbereiter der Bundeskoalition einzunehmen scheint. Selbst ein Zustandekommen einer Rot-Roten Regierung wäre kein berühmt-berüchtigtes „Signal“ gewesen, sondern Resultat der „Lafontaineschen“ Stärke der Linken im Saarland, und somit nicht unmittelbar übertragbar auf die Bundeswahlen im September.

Aufstieg des Abwärtstrends

Allerdings betreffen die Fehleinschätzungen nicht allein das SPD-Resultat, sondern auch den wohl miserabelsten AfD-Verband bundesweit. Jener schien bereits aufgelöst, doch das Bundesschiedsgericht der AfD widersprach der Forderung des Bundesvorstands um Auflösung – ungeachtet eines Rudolf Müllers, der nationalsozialistische Orden im Rahmen seines Antiquitätengeschäfts verkauft hat, sowie des „Landesvaters“ Josef Dörr, welcher den Vorstand nach Vorbild allseits bekannter Autokraten-Vorbilder mit Verwandtschaft bestückt und nicht wie in anderen Landesverbänden verdeckt, sondern offen den Kontakt zu Rechtsextremen und Neonazis sucht. Dieser desaströse Landesverband also, den selbst im kleinsten Flächenland nur 2/3 der eigenen Anhänger positiv werten, schafft weitestgehend mühelos den erstmaligen Einzug in den Saarländischen Landtag, jenseits der 6 Prozent. Dieser Verband also, dem selbst der eigene Bundesvorstand „erhebliche Zweifel“ entgegenbringt, gelangt mühelos in eine Position, die unter anderen Umständen als Mehrheitsbeschaffer à la Grüne oder FDP fungieren könnte, freilich bestehen jenseits der Rechtsaußen-CDU in Sachsen wenig Allüren, mit der AfD zu koalieren. Dennoch ist es erstaunlich, wie gehäuft von „nur“ sechs Prozent die Rede ist – wenn mit derartig katastrophaler Außendarstellung und inneren Abläufe noch ein derartiges Protestpotenzial abgerufen werden kann, was nimmt der gemeine Journalist als Normalzustand hin? Eine sich halbwegs gemäßigte gebende AfD erreicht folglich ohne Mühe zweistellige Bereiche? Zumindest verbleibt das als logische Schlussfolgerung der Analyse des AfD-Ergebnisses. Teilweise entspricht dies bedauerlicherweise tatsächlich der Wirklichkeit, betrachtet man die Umfrageergebnisse in ehemals ostdeutschen Bundesländern, bei denen die Partei konstant in Bereichen von oder gar über 15-20 Prozent landet. Ein „Abwärtstrend“ ist moderat spürbar, in der Tat, bundesweit lag man zuletzt erstmal wieder in hohen einstelligen Bereichen. Das Saar-Ergebnis ist angesichts der Umstände jedoch erstaunlich hoch und nicht niedrig ausgefallen, und besitzt abermals wenig Aufklärungspotenzial für Bundesverhältnisse. Einfacher ist jedoch die unreflektierte Schlussfolgerung, dass es nun klar abwärts gehe bei der AfD, einfacher ist kurzerhand das Beenden des selbst kreierten und befeuerten „Schulz-Effekts“. Mit sachlicher Analyse haben diese Betrachtungen wenig zu tun.

Trügerische Freude

Fick Dich YouTube – eine Abrechnung

Deutscher-Webvideopreis

Vor einiger Zeit veröffentlichte ‚BeHaind‘ die sogenannte ‚Beschandsaufnahme‘ YouTubes – wenige Monate zuvor hatte er offenbart, mit YouTube im bisherigen Sinne aufhören zu wollen, und nur noch sporadisch hochzuladen – dafür aber qualitativ hochwertiger. Damit sind wir direkt beim Dilemma: Ein in der Szene gut verdrahteter, bisher inhaltlich eher unangenehm aufgefallener, ehemaliger GIGA-Redakteur – die deutsche Hölle qualitativen Videospieljournalismus‘ – verkündet seine wundersame Wandlung vom Saulus zum Paulus. Und lädt im Anschluss so hochklassigen Content wie ‚die coolsten Spiele-Features 2015‘ oder auch ‚die größten Enttäuschungen 2015‘ hoch. Der Begriff Content, zu deutsch Inhalt, ist da doch sehr schmeichelhaft.

Unumstritten ist der Umstand, dass es weitaus unreifere und verachtenswertere YouTuber als BeHaind gibt, auch hat er durchaus hochwertige Beiträge wie die ‘Hainblicke’ produziert – allein:

Kurz nach der moralischen Selbst-Reinkarnation ist besagter Herr schon wieder den fatalen YouTube-Mechanismen verfallen, in denen er sich jahrelang offensichtlich gerne suhlte – ein Sinnbild für eine Plattform, die es nicht mehr wert ist, ihr Beachtung zu schenken.

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Eine Bestandsaufnahme der wertvollen Inhalte David Hains.

„It seemed to many involved that everything was moving backwards, vlogs were becoming monetised and videos were becoming more like TV again.“

 

Dabei war sie mal urtypisch Internet: Mach etwas und zeige es der Welt. Uneingeschränkt, offen, mitunter kurios. Es braucht an dieser Stelle nicht das ausgelutschte Katzenvideo-Beispiel, um darzulegen, was wieso (nicht) Erfolg in diesem Zwischennetz hat.

Google übernahm bereits 2006 ein Jahr nach dem Start der Videoplattform das Unternehmen, und führte im darauffolgendem Jahr das berühmt-berüchtigte Partnerprogramm ein. Erstmals konnte auf YouTube Geld verdient werden. Damals noch eine Art Legendenstatus, für ebenso bizarre wie erfolgreiche Figuren wie nigahiga, heute kaum noch relevant – jede virtuelle Schmeißfliege kann einzelne Videos monetarisieren, und sich an den 70, 80 Cent pro 1000 Werbeimpressionen brüsten, der helle Wahnsinn.

Ich empfehle an dieser Stelle diesen interessanten Artikel über die erste Welle von YouTubern, die man heute wohl nicht mehr als YouTuber kategorisieren würde. Schon damals, zur Weichenstellung des Videodienstes mit den Anfängen der Monetarisierung von Videos, erkannte diese erste Generation von Uploadern nahezu prophetisch die Zeichen der Zeit – „It seemed to many involved that everything was moving backwards, vlogs were becoming monetised and videos were becoming more like TV again.“

Wohlgemerkt vor der Inflation von sogenannten Partnern oder gar dem Einfluss riesiger Medienkonzerne in Form der Netzwerke, deren Absichten der Tonalität ihres Sammelbegriffs in wenig nachstehen.

Es war von da an ein schleichender Prozess, die Kommerzialisierung schritt unaufhaltsam voran.

Vormals existierten noch strenge Kategorien wie News, Technik, Gaming, oder Sport, die jeweils nationale Rankings hatten – ein guter Beitrag zur Installation von Software XY oder eine kontroverse, anregende Meinung, und ein Video hatte Potenzial, zumindest innerhalb dieses Medaillenrankings zu landen. Zwar nicht unbedingt auf den vordersten Plätzen, jedoch erhielt der betreffende Kanal für jeden sichtbar etwa die Medaille #54 Tech Germany, welche sich auch im Ranking der Kategorien widerspiegelte.

Allerdings gab es zu keinem Zeitpunkt eine Umsetzung YouTube-eigener Regeln: inzestiös anmutende, vermeintliche News über die Schwangerschaft von YouTuber XY landeten fröhlich-feucht im Feld Politik, ohne dass es jemanden störte. Dieser Missbrauch der Kategorien wird bis heute exzessiv betrieben, allerdings mündeten diese in dem Armutszeugnis Trends, das wie selbige auf Twitter einer virtuellen Kloake entspricht. Eine mögliche Analogie wäre ein Netflix, welches einem nur Richterin Barbara Salesch, Mitten im Leben sowie Berlin Tag & Nacht auf der Startseite anzeigt. Der einzige Nutzen, welcher daraus zu ziehen ist, sind todsichere Empfehlungen, welche Art von Inhalt man auf jeden Fall ignorieren sollte, um ein kollektives Gehirnzellensterben vorzubeugen.

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YouTube Trends – Symbolbild.

Jahrzehntelange Pionierarbeit des Internets, um dann im Webvideobereich bei staubtrockenen, rückwärtsgewandten TV-Strukturen zu landen.

 

Wie so vieles zeigen die Trends auf, wo die Reise hingehen soll, mal weg vom dem menschlichen Abfall, der sich dort präsentiert. YouTube will dir aufzwingen, was du gucken sollst – ein unerfahrener User startet ohnehin nicht mit seinen persönlich ausgewählten Abonnements, sondern mit der ähnlich schlimmen Startseite. Jeder Kanal enthält sogenannte Beliebte Kanäle – dort werden allerdings nur die Giganten der Szene empfohlen, die ohnehin keiner Werbung mehr bedürfen. Kanäle, die sich verweigern, diese trügerischen Empfehlungen auf ihrem Channel anzuzeigen, werden nicht in eben jenen empfohlen. Ein perfides Spiel.

Waren früher noch die abonnierten, individuell ausgewählten Uploader die einzig relevante Bezugsquelle der YouTube-Seite, so tut YouTube alles dafür, dem gemeinen User die größten Algorithmus-Huren aufzudrängen, und schert sich nicht um User-Vorlieben. Überhaupt, der Algorithmus: Der wohl größte Sklavenherr des Internets und zugleich Grabesträger jedweder Sichtbarkeit qualitativen Contents.

Nicht nur, dass ein erhebliches Streamlining seitens YouTube herrscht, sei es durch harmlos anmutende ‚Kanal-Tipps‘, die einem nahelegen, wie man was hochlädt, oder gar durch das in London befindliche ‘YouTube Studio’ / wahlweise auch ‘Creator Space’  – quasi die physische Indoktrination auf dem goldenen Pfad zum Algorithmus-Rektum. Wie man organisierte Zusammenkünfte auf Augenhöhe veranstalten kann, zeigte Jo Cognito alias Videoamt schon vor Jahren mit seinem YouTuber Congress, der genau das war: Ein Kongress Gleichgesinnter, mit Fokus auf intensivem Austausch und tiefen Vorträgen. Praktisch das Gegenteil des Webvideopreises, oder der Potenzierung kreischender 12-Jähriger, auch bekannt als YouTubertreffen. Bei Letzteren wird die Distanz und Herabwürdigung seitens der sogenannten ‚Influencer‘ auf ihre Zuschauerschaft deutlich, wie in vielen anderen Bereichen auch, muss der Begriff Fan hier in all seiner tendenziellen Implikation von Abschaum und Verachtung begriffen werden. Viel mehr als Autogramm- und Selfiemaschinen, stellen die größtenteils Schüler nicht dar bei diesen grausamen ‚Fantreffen‘. Der hinter verschlossenen Türen schon oft gefallene Begriff des Klickviehs manifestiert sich in wenigen Momenten deutlicher.

Aber zurück zur Knechtschaft durch die mehr oder minder geheimen Systematiken hinter YouTube – den nichts anderes versteckt sich hinter dem etwas abstrakten Begriff des Algorithmus. Im Grunde verbergen sich dahinter all jene Faktoren, die ausmachen, warum der durchschnittliche Nutzer was empfohlen, vorgeschlagen, angezeigt bekommt. Wie bereits angerissen, ist sich YouTube in der Hinsicht für nichts zu schade, und hat praktisch jedes Fragment ihrer Plattform mit ‚Empfehlungen‘, ‚Ähnlichen Videos‘, oder sonstigen Euphemismen ihres Content-Diktats vollgestopft. Es beginnt mit der beschämenden Startseite und endet mit den Tafeln auf beendeten Videos.

Sich diese Logik des Algorithmus weitestgehend untertan zu machen, haben sich die Netzwerke aufs Banner geschrieben. Hinter ihnen stecken wie etwa bei Studio71 keine freshen, authentischen YouTuber, sondern altbackene Medienkonzerne, in diesem Fall Pro7/Sat1.

Die Folge: Nicht nur YouTube, auch und gerade die Netzwerke forcieren ein massives Streamlining auf allen Ebenen. Feste, regelmäßige Formate sind absolut Pflicht, gar sogar zu den exakt gleichen Uhrzeiten und Wochentagen, das wolle der Zuschauer. Jahrzehntelange Pionierarbeit des Internets, um dann im Webvideobereich bei staubtrockenen, rückwärtsgewandten TV-Strukturen zu landen – fantastisch.

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Video killed the TV killed the video star?

Ein potenzielles Unwort ist auch die sogenannte ‚Crosspromotion‘ – entstand eine Kooperation verschiedener YouTuber in Anfangszeiten vordergründig aus einer gewissen Deckungsgleichheit an Inhalten und Ideen heraus, so tauchen mittlerweile die immer gleichen Gestalten auf den zufälligerweise demselben Netzwerk angehörenden Kanälen auf, um die Masse an klickwütigen Schülern möglichst effektiv auf alle Beteiligten umzuverteilen, und somit die oft beschworene Reichweite zu erhöhen.   Von den unsagbaren ‚Let’s Play Together’s‘ – ein wahsinnig kreativer Formatname im Übrigen – bis hin zum Hochstapler Christoph Krachten aka clixoom, der in jedem zweiten Mediakraft-Musikvideo einen Cameoauftritt ableisten durfte, um sich seiner selbst zu ergötzen.

 

Jener betreibt, am Rande erwähnt, aktuell einen Wissenschaftskanal, nachdem er sich im Unfrieden von Mediakraft trennte. Er scheint sich nach seinen bodenlos niveauarmen Clickbait-Interviews einen bemerkenswerten Fundus an Wissen angeeignet zu haben – es gibt weniger höher qualifizierte Wissensvermittler als seine Herrlichkeit Herr Krachten persönlich, daher sei ihm bei seinem YouTube-Galileo nur das Beste gewünscht.

Zurück jedoch zu den Formaten, die ohnehin keinen allzu kleinen Teil der Problematik ausmachen – werden Videos noch um der Videos willen hochgeladen, oder um einen neuen DM Haul rauszuhauen? Inwiefern haben Top 5, 10 oder welche Zahl auch immer Rankings irgendeine Relevanz? Und warum zwingen Netzwerke ihren je hundert bis gar tausenden Mitgliedern so engstirnige, für das Internet atypische Formen auf?

Das Recycling dieser ewig gleichen, kleingeistigen Formate hat mittlerweile bizarre Züge angenommen – man könnte ein Spiel daraus erstellen, welcher YouTuber mit 100.000+ Abonnenten noch keine – ganz originellen – Hatekommentare vorgelesen, ein FAQ veranstaltet oder irgendwelche trivialen Einkäufe vorgestellt hat – natürlich ganz ohne kommerziellen Hintergrund. Oder noch besser, direkt die 50.000€ werte Schleichwerbung  für das neue Samsung Handy, wie die sympathischen Freunde von Ytitty, ganz subtil in einen Festivalbericht miteinstreuen.

Problematisch sind hierbei wie so oft die langsamen Mühlen der Justiz, die der Digitalisierung nicht standhalten (können). Dabei wäre es unter anderem auch essenzielle Aufgabe des Jugendschutzes, Minderjährige vor der massiven Beeinflussung durch Schleichwerbung, Branded Content oder Produktplatzierung zu schützen. Auch offene Antisemiten, wie der im Namen äißerst subtil angedeutete Lets Player SibstLP, dürfen ungestraft Volksverhetzung betreiben, und das im Rahmen harmlos wirkender Minecraft-LPs, die sich potenziell politisch ungebildete 11-Jährige ansehen.

Es muss hierbei betont werden, dass Werbung eine Alltagserscheinung mit erheblicher Berechtigung ist – man denke allein an das vielfältige Engagement lokaler Unternehmen in dörflichen Umgebungen, die etwa beim Fußballverein oder Stadtfest Präsenz zeigen, und damit nicht nur unterstützen, sondern auch ursächlich werben. Zumal ist der Schritt hin zu Marketingformen in allen Auswüchsen, hin zu mehr Unabhängigkeit von der Plattform YouTube, nur folgerichtig: Die Anzeigeeinnahmen sind seit Jahren mit im Keller noch unzureichend beschrieben, der AdSense Werbemarkt Googles wurde durch die Milliarden monetarisierter WordPress-Blogs und Videos überschwemmt und bietet vieles, jedoch keine sichere oder gar wachsende Einnahmequelle, im Gegenteil.

Ohne Anspruch auf Richtigkeit entsprechen 1 Millionen Aufrufe oft nicht einmal mehr 1.000€, Schwankungen ergeben sich aus Vertrag mit dem Netzwerk, Genre und Gestaltung der Videos. Es ist daher nicht zu verdenken, dass YouTube für die großen Player kein Lebensunterhalt, sondern vielmehr ein Schaufenster für etliche Selbstvermarktungsmittel geworden ist. Die Gefahr online besteht allerdings aus der brisanten Kombination aus den rechtlichen Grauzonen sowie einem jungen, beeinflussbaren Publikum, welches kaum empfänglicher für Werbebotschaften und -maßnahmen jedweder Art sein könnte.

Übrigens ist vieles, was man als regelmäßig wiederkehrende Kategorie bei bekannten Größen kennt, aus dem englischsprachigen Raum geklaut, etwa „XY reads mean tweets“. An was erinnert das? Fernsehen.

Eine TV-Produktion und ein Video eines YouTubers unterscheiden sich nur noch durch die Anzahl der Beschäftigten am Set.

 

Wie kann das sein, mag sich der eine oder andere nun ungläubig denken, mein Idol ist doch so nah dran an seinen Fans, so authentisch, so #real. Bezeichnenderweise sind es meist grotesk weit hinterherhinkende Medienschaffende, die Jahre zu spät in einem an Plattitüden und Heuchelei nicht mangelndem TV-Beitrag über die Authentizität und vermeintliche Nähe der ‚YouTube-Stars‘ schwärmen – welche ironischerweise dann oft schon ihre Haupteinnahmequelle weit weg von der Videoplattform umgelenkt haben, und von der nächsten Liftfasssäule für die Sparkasse grüßen, oder in miserablen VIVA-Formaten ihre Seele verkaufen.

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Ganz spezielle Zuschneidung auf die Bedürfnisse junger Erwachsener.

Eine TV-Produktion und ein Video eines sogenannten großen YouTubers unterscheiden sich nur noch durch die Anzahl der Beschäftigten am Set.

Exakt, Set: Denn die mehrere tausend Euro schweren Gerätschaften, von dem ultrarauschempfindlichen Mikrofon, dessen Hersteller man – wie bei allen anderen Produkten im Bild auch – auf seltsame Weise deutlich erkennen kann, bis zu vollkommen absurden Spezialwandanbringungen, die den Hall im Raum verringern sollen, fehlt wenig zu dem Budget oder Aufwand, das zumindest vor einiger Zeit für ein kleines TV-Set aufgewandt wurde.

Mal abgesehen davon, ist alles Weitere deckungsgleich mit der TV-Maschinerie: Ganz gleich ob es erbärmliche Schleichwerbung, die Arroganz gegenüber dem Zuschauer, das kreativitätstötende Fahren in den immer gleichen Schienen – Stichwort Thumbnails, Formate, ADHS-Jumpcuts, genormte Videolängen à 3-5 Minuten, ist.

Von Broadcast Yourself ist nichts mehr übrig, entweder man wird als passiver Zuschauer zum Schaf degradiert, das doch bitte einen Like und Kommi hinterlässt, um im Google-Algorithmus weiter vorne aufzutauchen, oder es gilt als aktiver Uploader: Broadcast doch bitte von TV-Konzernen gesteuerte Einheitsware und nicht yourself.

YouTube ist auf dem Level eines Marktschreiers angekommen, nur mit mehr SEO und online.

Es hat realsatirische Züge, wenn dann beispielsweise eine Marie Meimberg, ihres Zeichens ebenso heftig involviert in den Geschwüren des YouTube-Systems, sich in ihrem Stammtischformat gleichermaßen ausführlich wie oberflächlich an Selbstkritik versucht. Es sind überhaupt wie im sonstigen Leben auch die immer gleichen Mechanismen bei einer Debatte und/oder Skandal im YouTube-Kosmos: Viel Gerede ohne etwas zu sagen, das Gewissen ist wieder rein, und weiter Vollgas in den Abgrund. Es spielt keine Rolle ob das seitens eines MrTrashpack mittels seines an RTL2 erinnerndes Newsformat geschieht, oder eingangs durch BeHaind. Gerne würde man dieser sogenannten Community in diesen Momenten das Internet abschalten, hilfreicher als ihr kurzsichtiges Geblubber wäre es allemal.

Natürlich benutze ich YouTube noch, von der schlichten Suche nach einem Lied bis hin zu den klassischen Tutorials / Hilfen für XY. Charakteristisch für meine Nutzung ist jedoch eine gewisse Entpersonfizierung der Plattform, eine Ungebundenheit an ihre Abläufe und Hauptdarsteller. Ich suche nach spezifischen Inhalten, weitestgehend unabhängig von Abonnements, Personenkult oder dem umfassendsten roten Kreis auf dem Thumbnail der Wahl.

Schließen möchte ich folgerichtig mit einem praktischen Alltagstipp, den ich nur wärmstens empfehlen kann: Eine sechs- oder höherstellige Abonnentenzahl, und ein Kanal sollte weiträumig ignoriert werden. Die Ausnahmen dieser Regel sind kein Vergleich zur 99%igen Präzision, die zumindest ich mit dieser Regel erfahren durfte.

Fick Dich YouTube – eine Abrechnung

Squad Rush on Kharg Island

Kharg

How did I end up with the Battlefield series?

Contrarily to the Xbox One period, I haven’t really been an early adopter at the 360 era, even though there were multiple contacts with people around me owning the last-gen console. Maybe this oppurtunity of playing on it without necessarily being forced to own one myself explains, why it took me until 2008 to obtain an Xbox 360, and until 2010 to purchase Xbox Live for the first time.

The main raison for getting it was – obviously – Halo, as I played it a lot of times in my social circles. Playing on custom maps offline with guys you know has been a blast und might have laid some competitive roots. I wouldn’t go as far as comparing these fun sessions with anything close to a proper skill level on Halo though.

2010 not only marked the start of online gaming on Xbox for me personally, but also the release of Halo: Reach. I’m aware of controversial opinions on this one, but as the circumstances decided, it’s still the Halo title I played most.

Halo: Reach, a product of its time

 

I still disapprove of casual, blatantly appealing to the CoD userbase classes and features like the Armor Lock, but at that time, having played previous Halo titles didn’t create any resistance against Reach – I simply had no clue of competition and not a single contact with typical esport structures like clans, teams, tournaments, you name it. I ultimately lacked the knowledge to classify the changes of the Halo spinoff.

Getting more into it though, I stuck with the sprint class in public lobbies and decided to resign ‘noob stuff’ like invisibility, jetpack, or the already mentionned armor lock. This feeling of game features either contributing towards a balanced, satisfying experience in multiplayer shooters or not should gain more strength over time, and eventually lead to my support for promod rules on BF3 (M16A3/AK-74 only as primary weapons).

I’ve always had and still have a weakness for ‘justice’, leading from anger about people abusing M26 in BF3 to a lack of understanding for teams trying to get away with cheap wins by losing in-game but winning afterwards by some retarded rule.

In my idealism, I concentrated on the core features of Halo: Reach or any Halo, as known as map control. This first intense period of playing against randoms catched my interest for a passion which shouldn’t leave me anymore, exploiting game mechanics: Commencing with simple things like the spawn timers of power weapons, weak and sweet spots, concluding into individual map ‘strategies’ for the perfect game. Literally perfect, as the medal for achieving 15 plus kills in a slayer mode without dying is called this way.

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15+ kills in a Slayer game without a single death and the Perfect medal is yours.

First steps in eSports

 

As time advanced, I met some German guys and joined the first ‘clan’, and played the first low-level competitive scrims. Looking back, these guys were part of a mentality problem still existing today: The creation of a generic clanpage was a must, set roles from leader to squad XYZ co-leader, in other words a pathetic hierarchy to potentially make up for some lack of order in one’s personal life had to exist as well. Another praxis I strongly disagree with is the unspeakable process of ‘trial time’. Now that’s not something I personally had to make bad experiences with, but I find it incredibly stupid and backwards oriented. The most random group of people playing together would have some artificial rules to play by, including the trial time of say 1 month of ‘testing’ before joining and becoming a ‘real’ member.

Imagine you’ve been looking for a squad addition for a long time, and after playing several intense, packed days with someone new, and rapidly noticing that everything, from chemistry to teamplay, fits perfectly – why would you create a barrier not being useful at all like the trial state? It might be a typical German flaw, but as long as we’re not talking about professionals (= players living by their esport gains) having a contract at Optic, fnatic etc., there’s absolutely no point in this ‘tradition’.

It’s fascinating how gamers, theoretically open-minded people, saluting innovation and free boundaries, in fact tend to behave extreme conservatively. No matter if its the loud anti-feminist voices in the internet, the shitstorms about every change to a beloved series or the prime example – the Mass Effect 3 ending.

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Sickness, poverty, war? Who cares, Mass Effect 3 apparantly destroyed the life of million gamers.

The traditional image of hierarchies in amateur teams and the incapacity of accepting minor tweaks in a game do strongly connect, but I’ll hold this thought back for this article. Anyway, the first experience with ‘clan’ organization, scrims, and teamplay definetely were precious, one way or another. As described above, it also helped me a lot to figure out which kind of structural patterns I fundamentally disapprove and/or approve of. A few years later, I should finally succeed and finish my personal teaming process by installing a solid 6-man squad after the example of the most succesful French teams. The experience built up over time determined my way of leadership: I couldn’t care less about classical classification of matches as set ‘clan wars’, fixed roles within a ‘clan hierarchy’, trial times and states, therefore stuck without all these things and established a flat hierarchy  within my roster – not working out too badly, given our domestic dominance over years and the long-time loyal relation to ‘my’ players. The latter consists of nearly 4 years in case of AoRta and pEpE – respectable numbers in eSport.

One word of wisdom concerning Reach: As updates continued on Bungie’s last Halo, the game improved a lot, and eventually was even accepted by parts of the extremely conservative Halo community, still holding Halo 2 multiplayer high. The no sprint and zero bloom MLG variation (sadly introduced far too late) played fairly well competitively. Until today, I’m convinced that starting off with the map control, teamshot and objective based 4v4 matches in Halo has been the best way to enter eSports. There’s no other title on console demanding this amount of skill, as being forced to continously perform accurate headshots in order to win gunfights beats spray and praying of CoD or BF by far.

 

Why BF3?

 

As the marketing battle between Modern Warfare 3 and Battlefield 3 heated up in 2011, I took part in the latter hype train, and pursued every trailer, amazed by the incredible graphics and the perspective of all-out battles.

At the release window, I was still in my Halo team, but began enjoying BF3. It started off with grinding the M249  – yes, at this time, I didn’t play medic exclusively – and playing Rush. My memory of the early beginnings in BF3 consists of abusing jets in order to reach mcoms/flags in a quick fashion, strange M1911 montages, and getting torn apart by USAS and M26 mass.

It was around April 2012, when I got involved with competitive BF. As often in life, this was based on chance, and could have gone any other, strange way.

Two guys in my friend list, X Major Wayne X and HACKELMaN 501,  already being part of my Halo team, did some tryouts for Legion of Glory, my future BF team for the next 14 months. It occured that they had some kind of internal training session on Squad Rush at the same time I randomly played BF3 on my own, and were apparently lacking one guy in the 8 man server. I’ve never really got into the 4v4 mode before and shouldn’t become a huge fan afterwards as well, but luckily, I joined the session of Kharg Island.

I don’t remember much of it, but I do recall going 11-0 in the first round, without having played a second of competitive BF before. Surely, having experienced some 4v4 matches in Halo before did help, but still didn’t only suprise me, but the other participants too. One can’t deny the irony fateful, random events like this may possess: Eventually, I ended up playing for LoG, and my 2 Halo acquaintances should not make leaving the ‘trial’ state.

 

 

 

 

Squad Rush on Kharg Island

Why Battlelog is damaging the BF series

 

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It’s sometime around 2012. An extreme amount of my time is consisting of the following: Grind, Freeze, Restart. Some may have figured out what I’m referring to: Of course the beloved Operation Metro. Opposive to BF4 and Hardline, one could easily remain on firstly the same map, and secondly, even the same server for hours – too many hours.

Why am I telling this? Basically, it’s part of a confession. I’ve been a passionate statwhore for a decent timeframe in BF3. M16, 200% tickets, Operation Metro. Three reasons why I put 1000+ hours in this game on public servers, drastically decreasing with every further succesor to Battlefield 4, parallely to more investment in competitive matches. I used to become mad by randoms not reviving, falling below a certain KD, you name it. To clarify, the point here is not to blame someone else for this, but rather to shed light on the structures within the game supporting such behaviour, somewhat OCD drive.

The idea

What exactly is Battlelog though? Pretty much the main hub for any BF player, the place to go for every individual trying to figure out how long they rocked that DAO-12, or how many kills they still require in order to have the next insane unlock available, like a completlely pointless nightvision sight, or another useless emblem for your useless profile emblem on your useless Battlelog profile.

I do understand the vision and concept behind it, and yes, being able to command a 64 server from your tablet via the app, commander mode itself didn’t work out well itself though, or checking the state of your soldier in the bus is state of the art and suits the target group – young, internet affine, gadget-liking people.

I have two major issues with Battlelog after all, and they’re not rooted in its sheer existence, but in its arrangement.

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She wants the D flag

The failure

Going back to my confession at the beginning, part of it was caused due to the capability of checking your KD every second. The whole platform Battlelog is putting way too much emphasis on the aspect of portraying and tracking your solder via statistics. Again, the general idea of saving every action one is executing in every single online session is interesting and quite the achievement. Nevertheless, one may question the way these stats are presented: Ingame and on first sight, a player is reduced to Kills/Deaths, Win/Loss, Score per minute, and playtime. I’d love to see a return to the Bad Company 2 scoreboard: You did only see the score being achieved by players, but no KD. Would it prevent bad players from performing awfully? No, but they might get an understanding of the correlation between actively supporting your team in the midst of objectives and scoring points – the very core of the game. They might leave their learned pattern of shooters being all about killing as many opponents as possible without dying (Hello Call of Duty!). I strongly believe in a subtle change like the scoreboard during rounds having more of an effect as one might imagine. I understand them introducing the KD on the scoreboard for Battlefield 3 and afterwards, as in 2011, EA tried to thoroughly pursue the CoD followers. But they would have the means to educate their playerbase in other directions, if they wanted.

Psychologically, how does the constant availability of every single statistic affect your users? Sadly, I’m in no position to present an extensive study on this, all that’s in my reach are guesses.

It leads to people grinding specific vehicle/map constellations in order to ejaculate about a virtual number. Take Rush on Kharg Island in BF3, it’s unspeakable how many tried putting their numbers up by flying the insanely overpowered chopper on the Rush version of the map.

It leads to people rather grinding against bad opponents, as they assume the following higher KD ratios have more significance to others than simple skill – which is ironically obtained by playing equal/better enemies, not exterminating weaker ones. A simple solution is a serious, competitive matchmaking with ranks. As of now, part of the communities public heroes belong to the kind of people, who’d  take casual CS:GO serious, or remotely care about a series of kills in an 8v8, public Halo Big Team Battle round. They are not to blame: There is no distinctive measure of telling people the relevance of their actions in the bigger picture. Teams competing against eachother have no support and not enough reach, as if they could enlighten typical pubstackers.

This situation of people defining their capabilites exclusively by (kills in) public matches and the non-existence of proper esport structures, multiplied by a tool like BL, encouraging one to increase a random number with more or less no impact on your true competence ingame rather than working on the latter – all this mixed up is an excellent impulse to play in a style not containing too much teamplay or game sense.

People prefer playing for unlocks, the top of the scoreboard, a minimal increase in stat XYZ over playing for simply winning for your team via objective play. Small infantry arenas are besides an outstanding way to teach players the importance of teamplay, teamshot à la Halo, the very essence of desiring the win of your team more than anything else.

Sometime they’ll give a ‘Hoaah’ and nobody will come

The second major criticism I have about Battlelog is it’s approach as a closed system. It may be comfortable having all your team organization, forums, stats and origin friends in one place. But it costs more than it delivers: You’re cutting off huge shares of your scope.

Interactions between BF players on battlelog are seen and processed by BF players being regularly online – no one else. You’re basically taking away exchanges between people from social networks, where a visibility outside of your usual base exists, and placing it in a dark room, cut off from other platforms. No, the ‘Share on Facebook’option does not help at all in this regard.

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Dank meme

What I’m saying is: Why not rely on huge social medias in the likes of Twitter, Facebook etc. and take advantage of hundreds of millions users? Why exclude your fanbase from places, where all other players tend to be active on anyway? A post, feed item, whatever on Battlelog can reach 100 people, and that’s only if one is not having dead accounts in the friendlist. A post on any other social media platform has the opportunity of being shared, and therefore the chance of being seen by anyone. EA can easily access new players, as BF players exchange on an open platform, being used by potentially millions of new customers. I’m aware of this being the case already, but without Battlelog, the outreach of the BF community would be strengthened further. At the moment, EA is just shutting away social interactions between players in an isolated position, where it’s in no way acting  supportive for the product.

 

 

Why Battlelog is damaging the BF series

The kind of game BF5 needs to be

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 Next, 2016, 2143, 1944, or simply 5: What is the potential of the next Battlefield installment, and why?

 

Let’s start with something essential: Establishing a major skill gap in the game.

First of all, I think nobody would disagree that the removal of auto-rotation is a must for console – Rainbow Six just showed that AAA-FPS releases may dare to renounce of it, and the late BF4 community definitely enjoyed its lack in the recent past.

I doubt it’ll be missing at release, but at least give us the option to deactivate it on servers right from the start. This goes for some crucial improvements of BF:H & the CTE of 4 in general: The incredible customization for multiple hitmarker colours, all kinds of HUD settings, conquest capture zones on the minimap, etc.

One compromise might be the activation of auto-rotation strictly for a possible singleplayer/coop-mode and newbie servers with players below a certain rang, but forcing its deactivation on all other servers.

Another tweak could be more hipfire punishment – the game doesn’t reward steady aim in close to mid range too much, leading to a spray-and-pray practice in close gunfights. Additional bullet spray for players abusing hip fire extensively could provide more firefights being won by the guy aiming better, rather than the one spraying faster with a high rate of fire (ROF).

Also, high ROF weapons need more recoil in order to balance their dominant role which they’re possesing now. In the past, the overpowered guns were always those with a pretty decent ROF but still manageable recoil, as the M16A3 in 3 and the ACE in early 4. The combination of high ROF, meaning basically highter time to kill (TTK), and decent recoil made up for an extreme overuse of these kind of weapons on every level. I’d prefer to see high ROF guns being balanced closer to the recoil of BF4’s FAMAS, challenging players to control their tool with the faster TTK as a reward.

Which brings me to the next factor for a skill based gameplay: The TTK in general. It’s extremely important that BF5 keeps it at least on the level  of 4, but I’d love to see it being slightly increased. Taking a look at a prime negative example, of course the fan favorite BF Hardline, one can easily see how a low TTK ruines the entire gameplay. The shorter it takes to bring someone down, the more are random factors deciding over winning or losing a gunfight. Take any hardcore mode: Lower HP, effectively meaning faster TTK, rewards sight and positioning, but punishes everything else. Most of the 1v1s are basically a question of who has been spotted first, campers rejoice. Add the still to this date mediocre weapon balance of Hardline, and you have a terrible game.

Contrarily though, longer TTK rewards players confirming their movement and aim regularly. The best example is Halo, the FPS taking the most skill on console. Miss a single headshot in a Halo gunfight and you’re done – the requirement of multiple headshots in order to kill one’s opponent is nothing but skillful.

That’s why adjusting BF5’s TTK to a higher level in comparison to 4 and especially Hardline would be an easy way to support more talented players. The question remaining though is, if DICE want to appeal more to CoD with a TTK even lower than BF:H. Millions of players are used to the onehit kills of Call of Duty, and BFH was already an approach to this target group.

To close the discussion about expanding the skill gap, it’s helpful to take a look at succesful FPS franchises like CS:GO an Rainbow. Both deliver hardcore FPS action, focussing on core gameplay mechanics a lot without being unattractive to a larger peer group. There is a market for FPS with a high skill gap.

#BringUsPrivateServers

Shortly after the release of Hardline, mostly the vocal French community spammed this hashtag on Twitter to developers and more, as it had been lacking once again at release. It took more than half a year in BF3 until the rent a server program had been released, though that’s been the first time on console, and again 6 months with BF4. After being forced to play the half-baked single elimination mode Defuse in 4 for several months on ranked servers, every competitive player had a huge desire for rent a sever availability right at launch – at last, it  took only 2 months in BFH, with every week being overdue as one can imagine.

The launch window is of the essence for every game, it’s where you’re building your community and try convincing as many players as possible. There’s never a larger playerbase than in the first few weeks, and particularly people involved in esports will show your product a cold shoulder, if it’s lacking core features like custom games.

It would be nice to see more custom / rented servers in the official map rotation or quick search. As of now, a few minor changes will restrict your rented server from being found via quick search, leading to mostly DICE servers being populated while lots of servers bought by fans have a hard time being filled.

It’s hard to understand the treatment of console players regarding the servers, no matter if it’s the late release or the instability. One should not forget that approximately 75-80% of players are based on 360, PS3, One and PS4. DICE has always been very close to the vocal PC minority of players – take the #1 marketing assets, as known as youtubers like JackFrags or xFactor, all being PC-based, or the CTE community on PC.

Battlefront is a good sign

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You might ask why Star Wars: Battlefront brightens my view on the next Battlefield release. Let me expand the scope: Originally, the Battlefield series was supposed to change to a yearly franchise with its spinoff Hardline. BF4 launched in November 2013, BFH should have been released in the holiday season 2014. From there on, one might have been expecting a cycle close to this: BF5 2015, Spinoff 2016, BF6 2017, and so on. Luckily, two things came together, although all this is subject of speculation:

Hardline was delayed, though it did not help at all quality wise, and DICE announced their involvement with the Star Wars franchise. The disastrous flop Hardline hopefully showed the decisive people at EA, that the franchise doesn’t function properly on a yearly base. My best guess is EA’s cancellation of former plans to deliver one BF each year around that time, and instead a 2-year rythm for both, Star Wars and Battlefield games. Not only gain the studios more time to focus on a fresh experience rather than copying huge parts of previous titles in a franchise, but in my opinion, this is also helpful to stress the diversity of both series.

Think about Battlefront: Without judging its direction, it’s a purely casual shooter, blatantly trying to gather gamers barely touching a mouse-/gamepad more than once a week, having some kind of interest for Star Wars, as pretty much every human being. It’s more than obvious that they reached out to the gigantic potential playerbase by removing basic FPS features like ammunition and therefore reloading etc., enabling a pleasant experience for players of every skill level. Consequently, the title doesn’t offer any depth and provides no real challenges on the long run. Again, it’s a logical decision from a publisher standpoint.

Now if we assume that BF and SW games rotate each year, where does this leave the Battlefield series?

I’d say, EA positions both somewhat opposive. The casual byproduct of a Star Wars movie hype on the one hand, and the ‘hardcore’ shooter franchise on the other. It would be anticlimatic and unthoughtful to release another simple, pretty basic FPS just one year after Battlefront. In case Star Wars and BF are truly being placed in contrast to eachother, the state of Battlefront is a pretty good sign for the classification of the next Battlefield.

BF2143? WWII?

There has been a lot of speculation concerning the setting of the next Battlefield. Personally, I don’t care that much – core gameplay pillars are more important to me. Though I wouldn’t be too happy about a future setting, as it might imply two things: A cheap appeal to the near-future set CoD titles and therefore its playerbase, and even more useless gadgets. A world war setting would restrict crazy, unbalanced gadgets from the start in a natural way. In any case, the current setting of present time has become tiresome for some, and lead to some bashing of BF4 being a BF3.1. It remains to be seen, if another modern day BF can offer enough freshness, or if DICE decide to go with something new.

The more, the better?

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Some players have some kind of OCD with the weapon arsenal of Battlefield. Getting 500 kills, respectively every unlock for all guns has become a metagame for some. I never quite understood the fascination about it though. From a competitive standpoint, the ever-growing amount of PDW-Rs, ARs, knifes, pistols, gadgets is more of a nightmare. Balance is extremely important to any esport, and it is hugely affected by a monstrous amount of weapons. DICE always had their problems with it, just take the USAS-12, M26 Dart or M320 Smoke / AUG A3 combination in BF3. They pushed the limit for the sheer amount of guns with every new BF release, even though there’s not even any kind of distinctive difference between similar ones. Why do the Scar-H and ACE 52 exist? One of those two could have done the job easily. I vouch for a small, clear selection, with every gun having its specific role for the gameplay. By the way, if your base game offers enough depth and smart design choices, there is not that much of a need to hold players hands by overwhelming them with unlocks, gadgets, etc. I fear that the buzzword ‘customization’ is far too important for the DICE designers though, and that we’ll see even more pointless unlocks, battlepacks, ranks etc.

Large modes like 64 man conquest don’t interest me too much, but especially with BF4, I had the feeling that the dozens gadgets have taken over the vehicle gameplay. Multiple variations of lock-on anti-vehicle tools (the BF4 beta even had lock-on for basic RPGs), redundant stuff like the anti-explosives ‘shield’, and even more unnecessary additions to this horrible mix with every DLC. Less is more, DICE.

Battlefield5.exe has stopped working

A few words concerning the launch: Don’t fix the game, focus on enabling a stable launch avoiding any kind of major fix already in the run-up. CTE has been a valuable source of feedback and improvements for the series, and it would be great to continue with it. In general, the more DICE LA involvement, the better for BF5. They’ve done a fantasic job on BF4, pretty much saving the mess DICE Sweden launched. After two releases on an amateur level, it’s DICE’s absolute duty to deliver a functioning game this autumn. The beta this summer won’t help too much, as we saw with BF4. Same goes for feedback of youtubers: Their paid trips to launch events and biased video content afterwards does everything but add to the state of the game, I’d rather see some kind of pre-launch CTE for an exclusive group of players.

The integration of esport

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EA recently announced the foundation of the ‘EA Competitive Gaming Division’ – an obvious jump on the esport bandwagon. They’d be stupid to ignore the publisher’s major FPS franchise, so chances are we’ll be seeing some huge announcements sooner or later. Several steps are necessary to make BF succesful in this regard:

First and foremost, every BF player has to know and understand about competitive gaming. Take Starcraft, CS, or LoL: The competitive nature of its gameplay is deeply rooted in its design – from scratch. Every novice to these games is playing the same game as worldclass teams. BF is the exact contrast: The vast majority of its players is not aware of esport, and even the few people competing are additionally seperated in their already existing isolation of the ‘mainstream’ BF gamer – 5v5 infantry versus 8-16 man conquest.

Instead of having these huge gaps between 1337DaRkPsYcHoXX saying ‘Lol BF without vehicles, might as well sweat CoD’ and a ‘pro’ bragging ‘Filthy casual playing public only’, there needs to be a common understanding between both.

First step is a competitive matchmaking, directly integrated into the main menu, enabling everyone to easily jump in a competitive match. BF Hardline included a rough version of this after launch, hinting towards a fully developed version for BF5, with BFH playing some kind of beta test role.

1337DaRkPsYcHoXX needs to be in a position of easy access to competitive structures, in order to motivate him and every other random player for esport matches and rules. Further interest can be brought to life by official tournaments, being announced and visible in the game’s main menu. Assuming plans for Battlefield in the new Competitive Division of EA are set, it will be interesting to see how EA is advertising BF5. In the past, marketing stressed the often quoted ‘Battlefeels’, the experience of huge scale, ‘all-out’ battles. If they’re planning to become the next big thing in FPS esport, they’ll need to find a balance between 64 (+X?) man matches and intense 5v5 action. There might be some kind of seperation ingame, as we’ve recently seen with Halo 5’s 4v4 core modes, and 12v12 MOBA-ish Warzone mode with bots, different map stages etc.

One more step contributing to this purpose are free map packs: EA could avoid splitting the playerbase in vanilla and premium players, generating revenue by camos, not gameplay affecting custumization like CS:GO. A steady flow of new infantry maps or even a map editor would help as well.

TL;DR

Most probably, the E3 2016 or some kind of nebulous teaser/trailer is going to reveal the first information about the next Battlefield. At this point and time, there is no confirmation of any detail, not even the setting – an open invitation to speculation. My main issue remains if EA takes esport seriously this time. After all, two things are decisive: Gameplay being designed from the start for competition, and dedication of the publisher. With some luck, some of my suggestions might have made it into the final game. EA do have the means – if they want.

 

 

 

 

 

 

The kind of game BF5 needs to be